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Rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich steht der Rohbau.
Rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich steht der Rohbau.

Pressemitteilung -

Richtfest: Takeda startet Innenausbau im neuen Produktionsgebäude für den Dengue-Impf-Wirkstoffkandidaten

  • Rund neun Monate nach dem ersten Spatenstich steht der Rohbau des 74-Millionen-Euro-Projekts auf dem Gelände der Takeda Produktionsstätte im baden-württembergischen Singen
  • Bis 2022 erfolgt der Innenausbau mit hochmodernen Reinräumen und zwei Produktionslinien auf mehr als 2.000 m² Fläche – ein Arbeitsplatz für hochqualifizierte Fachkräfte in der Bodenseeregion
  • Ab 2022 soll die Verpackung starten, ein Jahr später die Abfüllung und ab 2025 plant Takeda die Herstellung des Dengue-Impfstoffkandidaten (TAK-003) in Singen

Singen, 2. Juni 2021 – Mit einem kleinen Richtfest hat Takeda die Fertigstellung des Rohbaus seiner neuen Fabrik im baden-württembergischen Singen gefeiert. Voraussichtlich ab dem Jahr 2025 wird in Singen nicht nur der Impfstoff produziert und abgefüllt, sondern auch verpackt und in alle globalen Märkte verschickt. 74 Millionen Euro investiert Takeda in den Neubau, in dem bis zu 100 Menschen arbeiten werden. Die Investitionen von Takeda in den 2016 begonnen Ausbau des Standortes im Rahmen des Projekts belaufen sich insgesamt auf rund 200 Millionen Euro. Glückwünsche kamen unter anderem vom Singener Oberbürgermeister Bernd Häusler und der Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger (Bündnis 90/Die Grünen).

Während am Dach des vierstöckigen Gebäudes noch die letzten Arbeiten beendet werden, ist die technische Gebäudeausrüstung im Erdgeschoss schon in vollem Gange: Lüftungsanlagen, Verrohrungen und Elektroanlagen werden installiert, bevor anschließend die Zwischendecken eingezogen werden. Paolo Gianolini ist zur Zeit jeden Tag auf der Baustelle, um nach dem Rechten zu sehen. Der Ingenieur verantwortet das Projektmanagement für den Neubau. „Impfstoffe sind in diesen Zeiten eine Sparte mit enormem Fokus“, sagt er. „Wir sind stolz, mit unseren Impfstoffen künftig zu einem wirksamen Schutz beitragen zu können.“

Deutschland ist das erste Land, in dem Takeda Impfstoffe außerhalb Japans herstellen wird – bislang fand die Produktion ausschließlich in Hikari im japanischen Südosten statt. „All unser Wissen fließt in die Anlage zur Herstellung des Wirkstoffs ein“, sagt Standortleiter Dr. Dirk Oebels. „Ein vergleichbares Projekt gibt es in ganz Deutschland nicht.“ Der Standort Singen hat langjährige Erfahrung mit der Gefriertrocknung, der sogenannten Lyophylisierung, die die Voraussetzung für die Herstellung des Dengue-Impfstoffkandidaten ist.

Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes befinden sich Lagerbereiche, Büros und Meetingräume. Die Expertinnen und Experten, die mit der Produktion des Wirkstoffs für die Impfstoffkandidaten befasst sind, werden ihren Arbeitstag im ersten Stock beginnen. Hier in der sogenannten Gowning Area legen sie ihre Alltagskleidung ab und tauschen sie gegen die sterile Produktionsbekleidung. Nach dem Einschleusen geht es in die Reinräume im Stockwerk darüber. Auf über 2.000 m² stehen zwei Produktionslinien mit jeweils drei verschiedenen Räumen. Im ersten bieten Inkubatoren mit einer Temperatur von 37 °C die idealen Wachstumsbedingungen für die Zellkulturen, die im zweiten Raum mit den Virusstämmen infiziert werden. Unter höchsten Sicherheitsstandards vermehren sich die Viren im großen Maßstab und werden dann im dritten Raum von den Zellen abgetrennt. Danach beginnt die Aufreinigung und das Freezing bei -80 °C zum Zwischenlagern, bis der Wirkstoff bei der Produktion des Lebendimpfstoffs im Gebäude nebenan zum Einsatz kommt.

Innerhalb der nächsten neun Monate werden die Systeme installiert und in Betrieb genommen. Die entsprechenden Anlagenqualifizierungen werden 2022 stattfinden, gefolgt vom technischen Transfer und umfangreichen Tests, die nötig sind, um die Produktregistrierung auf das neue Gebäude zu erweitern. „Es geht um die Gesundheit von Menschen – dementsprechend hoch sind die Standards“, so Paolo Gianolini. „Die Errichtung einer komplett neuen Impfstofffabrik ist sehr komplex. Ein solcher Prozess zieht sich über mehrere Jahre, aber jetzt rückt das Ziel in greifbare Nähe.“ Die reguläre Produktion des Wirkstoffs soll 2025/2026 aufgenommen werden.

Über Dengue
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Dengue die sich am schnellsten verbreitende, durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung. Rund 390 Millionen Menschen weltweit infizieren sich jährlich mit dem Erreger des Dengue-Fiebers. Die Folge sind schätzungsweise 500.000 Krankenhausaufenthalte jedes Jahr.1 Der Dengue-Impfstoffkandidat von Takeda hat die zulassungsrelevante Phase 3 einer doppelt-verblindeten, randomisierten und Placebo-kontrollierten Studie auf Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität erfolgreich absolviert.

Über das Engagement von Takeda für Impfstoffe
Impfstoffe verhindern jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle und haben das globale Gesundheitswesen verändert.2 Seit mehr als 70 Jahren entwickelt Takeda Impfstoffe, um Infektionskrankheiten wie Dengue, Zika und Norovirus bei Kindern und Erwachsenen vorzubeugen. Mit seiner weit fortgeschrittenen Impfstoffpipeline übernimmt Takeda bei der Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen eine Führungsrolle in der Industrie. Dadurch kann das Leben zahlreicher Menschen weltweit potenziell positiv beeinflusst werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.TakedaVaccines.com.

Das komplette Informationsmaterial online unter www.emediarelease.de/Takeda-Singen.html


Quellen

  1. World Health Organization. Dengue and Severe Dengue. 2019. Letzter Aufruf September 2019.
  2. World Health Organization. Immunization. 2019. Letzter Aufruf September 2019.

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Über Takeda

Takeda ist ein global führendes, wertebasiertes, forschendes, biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Japan. Wir haben uns der Erforschung und Bereitstellung lebensverändernder Therapien verschrieben. Dabei werden wir von unserer Verpflichtung gegenüber Patienten, unseren Mitarbeitern und der Umwelt geleitet. Takeda fokussiert seine Forschung auf vier Therapiegebiete: Onkologie, Seltene Genetische Erkrankungen & Hämatologie sowie Neurowissenschaften und Gastroenterologie. Außerdem investiert Takeda zielgerichtet in Forschungsaktivitäten in den Bereichen Plasmabasierte Therapien und Impfstoffe. Wir konzentrieren uns darauf, hochinnovative Medikamente zu entwickeln, die dazu beitragen, das Leben von Menschen zu verbessern. Wir erweitern die Grenzen neuer Behandlungsmöglichkeiten und nutzen unsere Forschungs- & Entwicklungsfähigkeiten, um eine noch stabilere und vielfältigere Pipeline aufzubauen. Unsere Mitarbeiter in rund 80 Ländern engagieren sich für eine bessere Lebensqualität von Patienten weltweit, und wir arbeiten dabei mit unseren Partnern im Gesundheitswesen eng zusammen. Weiterführende Informationen unter: www.takeda.com

Takeda in Deutschland: Mit rund 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören wir zu den größten Landesgesellschaften von Takeda. Der Geschäftssitz befindet sich inKonstanz. Von Berlin aus steuern wir die Vertriebsaktivitäten für den deutschen Markt, auf dem wir seit 40 Jahren vertreten sind. Hier sind wir spezialisiert auf Gastroenterologie, Onkologie, Seltene Erkrankungen (Hämophilie, Immunologie, Stoffwechselerkrankungen) sowie Neurowissenschaften und Urologie. Takeda betreibt in Deutschland zwei Produktionsstätten, die zu unserem globalen Produktionsnetzwerk gehören und Menschen in über 100 Ländern mit qualitativ hochwertigen Arzneimitteln versorgen. Im baden-württembergischen Singen sind rund 1.000 Mitarbeiter auf die Herstellung flüssiger und halbfester sowie gefriergetrockneter Arzneimittel spezialisiert. Im November 2019 haben wir in Singen unsere erste Dengue-Impfstofffabrik weltweit eingeweiht. Im brandenburgischen Oranienburg stellen über 800 Mitarbeiter feste Arzneimittelformen (Tabletten und Kapseln) her. Am Standort befindet sich auch eine Pilotproduktion für klinische Entwicklungsprojekte. Die Arzneimittelproduktion in Oranienburg kann auf eine Tradition von mehr als 135 Jahren zurückblicken. www.takeda.de

Kontakt

Friedrich von Heyl

Friedrich von Heyl

Pressekontakt Leiter Unternehmenskommunikation Deutschland